Der folgende Artikel erschien zuerst in der Zeitschrift 'Das Papiertheater' (Nr. 38 / August 2014)

 

Zauberflöte feiert Premiere in Wolgast

 

von Joachim Rüeck

 

Eine aufwendige Inszenierung der „Zauberflöte“ durch Multum in Parvo erlebten die Gäste beim Papiertheaterfestival in Wolgast. Die Papiertheaterbühne aus Mering präsentierte Mozarts Singspiel als gelungene Kombination von Altem und Neuem, als traditionelles Gassentheater mit moderner Technik: farblich aufgefrischte Kulissen und projizierte Hintergründe, die Figurenführung sowohl mit klassischen Schiebern als auch mit Animationen. So konnte die Königin der Nacht schwerelos vom Himmel schweben, und die drei Knaben kamen mit einem Heißluftballon angeflogen.

 

Benno Mitschka setzt bei seiner Inszenierung nicht auf die Kulissen eines einzigen Papiertheater-Verlages, sondern fügt Bühnenbilder und Figuren der Verlage Scholz, Trensentsky, Schreiber und Chroust auf eine organische Weise zu einem Gesamtkunstwerk zusammen. Die Kulissenwechsel folgen dabei in Sekundenschnelle aufeinander. Denn alle zwölf Bilder der Zauberflöte hängen im Schnürboden des von Mitschka selbst gebauten Theaters, sodass der Bühnenbildwechsel mit zwei simplen Handgriffen möglich ist.

 

Ansonsten wäre die Koordination der Figuren kaum zu bewältigen: Insgesamt 94 Figuren müssen während der Aufführung auf- und abtreten sowie bewegt werden. Dies erfordert eine punktgenaue Absprache der beiden Spieler Benno Mitschka und Christine Schenk.

 

Zum Spektakel machte die 62-minütige Premiere der filmisch wirkende Lichteinsatz – eine Leidenschaft Mitschkas, der dabei seine umfangreiche Erfahrung als Filmausstatter einbringt.

 

Das Multum-in-Parvo-Team gewährte seinen Gästen in Wolgast nach der Aufführung gerne noch einen Blick hinter die Kulissen, damit es den aufwendigen Theaterbau und die eingesetzte technische Ausstattung bestaunen konnte.

 

Mit der „Zauberflöte“ wird bald auch das kleinste Opernhaus Deutschlands eröffnet – am 5. September 2014 in den Räumen von Multum in Parvo in Mering. Auf dem Spielplan stehen in diesem Jahr außerdem noch die Opern „Der Freischütz“ sowie „Hänsel und Gretel“. Künftig sind vier Opernpremieren im Jahr geplant. Die beiden Macher versprechen dabei noch so manchen Paukenschlag.

 

 

Das Foto zeigt den Moment aus dem ersten Akt, wenn Tamino seine Arie 'Dies Bildnis ist bezaubernd schön' singt.

 

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